Hinter den Kulissen
Dieser Spot war nicht einfach — und genau deshalb lieben wir ihn.
Die Fasane wurden von einem Assistenten liegend freigegeben. Schießen sollten zwei Männer — die besten Schützen, die ich kannte. Beide trafen nicht. Den letzten gekauften Fasan erlegte der Schauspieler Alex — Trampolinturner und Sportler, der zum ersten Mal in seinem Leben ein Gewehr in der Hand hielt. So läuft das manchmal.
Die Fotos auf dem Pinnboard am Ende — wo ein Ingenieur immer neue Kundenbilder anheftet — wurden mit Mitarbeitern des Unternehmens gedreht. Auf deren Wunsch haben wir mit Blende f/2 gearbeitet: Menschen erkennbar, Gesichter nicht. Niemand hat gemerkt, dass auf allen Fotos dieselben Personen in verschiedenen Posen zu sehen sind.
Der Hund im Film — das war meiner. Er ist nicht mehr bei uns. Aber am Drehtag hat er Alex vom ersten Moment an geliebt und ihn nicht mehr losgelassen. Damit er ihm im Bild das Gesicht leckt, haben wir Alex' Wangen mit Marmelade bestrichen — Nabobs Lieblingsmarmelade. Erster Take, perfekt.
Das gesamte Requisit — Gewehr, Zelte, Jagdkleidung — stellte ein Jagdausrüster im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Auftraggeber zur Verfügung. Das sparte Budget und brachte Authentizität: alles echt, nichts Attrappe.
Die Zeichnung des Hundes im Finale habe ich bei einem Künstler in Auftrag gegeben. Als Hundebesitzer muss ich ehrlich sagen — die Ähnlichkeit mit Nabob war eher entfernt. Aber Nabob selbst wusste das nicht. Für ihn war dieser Drehtag einfach eine großartige Jagd — leicht, ohne Regen, mit vielen Menschen, die er liebte. Seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen: der beste Tag seines Lebens.
Die Szene mit dem Jeep, dessen Kennzeichen "Fendt" zeigte, hatte ihre eigene Geschichte. Laut Drehbuch sollte das Auto scharf anfahren. In der Realität hatten die Vermieter die Geschwindigkeit gedrosselt — der Wagen schlich dahin. Die Lösung kam in der Postproduktion: das Tempo wurde in DaVinci Resolve angepasst.
Auf dem Bildschirm sieht es genau so aus wie geplant.
Zwei Drehtage. Echte Fasane, echtes Gewehr, ein Hund der für Marmelade arbeitete, ein Trampolinturner der sich als bester Schütze am Set herausstellte, und ein Jeep den wir in DaVinci beschleunigen mussten.
Genau so entsteht Content, der funktioniert.